Südafrika - Don't stop

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Südafrika

Motorrad-Reisen > Afrika-Tour 2020 > Berichte
Datum: 19. Februar 2020  Ort: Port Elizabeth    Kilometer: 0         Land: Südafrika

Heute ist ja unser freier Tag ohne Bike. Gegen 9 Uhr sind wir zum Frühstück. Es hatte von allem etwas. Eine Dame am Buffet «brätlet» Omeletten auf Teufel komm raus. Gut macht sie das, musste ich gestehen. Und fein war sie auch noch. Auf dem Google hatten wir dann eine Loundry gefunden und machten uns anschliessend auf den 600 Meter langen weg, bewaffnet mit unserem Kleidersack. Als wir dort ankamen musste ich den Sack auf die Waage stellen. 2.24 Kg hat die Waage angezeigt und wir mussten dafür 80 Rand bezahlen. Etwa 6 Franken. Wir können die Wäsche so um 17 Uhr wieder abholen. Das ist dann Service! Wir dachten, dass wir vor einer Waschmaschine warten müssen und jetzt das. Wir liessen uns natürlich nicht zweimal bitten. Da das ja ein kurzes Intermezzo war machten wir uns an den wunderschön angelegten  Strandweg, wo wir einige Kilometer davon abspuhlten. Zwischenhinein etwas zum trinken und dann wieder weiter. So brachten wir den Tag problemlos vorüber. Um 17 Uhr holen wir dann noch unsere Wäsche und das Abendessen nehmen wir auch wieder im Hotel ein. Heute aber a la Carte. Das Wetter zeigte sich heute von der wunderschönen Seite. Etwa 25 Grad und bis um 15 Uhr fast kein Wind. Richtig angenehm. Aber ab 15 Uhr wars dann wieder richtig stürmisch und der Rückmarsch ins Hotel mit Gegenwind recht anstrengend. Wir sind ja jetzt mit Port Elizabeth am äussersten Zipfel der Garden Route. Das heisst für uns, dass wir uns jetzt wieder auf den Rückweg nach Cap down machen. Natürlich nicht in einem Zug. Als erste Station haben wir George ins Visier genommen. Wir haben jetzt noch den Wetterbericht konsultiert und anhand der Resultate beschlossen, dass wir noch eine Nacht länger in Port Elizabeth bleiben. Er hat für Morgen den ganzen Tag zwischen 50 – 70% Regen angesagt. Es ist keine Busse noch einen Tag ranzuhängen und wenn man weiss, dass übermorgen wieder herrliches Wetter ist, um so mehr.

Datum: 18. Februar 2020  Ort: Port Elizabeth    Kilometer: 289         Land: Südafrika

Wir sind dann nochmals ins gleiche Restaurant an der Waterfront gegangen wie gestern Zur Vorspeise gabs eine Portion gebratene Baby-Calamari und zum Hauptgang je ein Steak vom Rind. Alles, auch der Wein war ausgezeichnet, wie der Abend zuvor. Anschliessend war dann Bettruhe angesagt. Am Morgen sind wir nicht so früh aufgestanden, da wir ja heute keine grosse Tour mehr machen. Port Elizabeth ist noch etwa 300 Kilometer entfernt. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und während dem Packen kam noch ein Holländer-Pärchen zu uns und fragte, ob wir von Europa her gekommen seien, was wir natürlich verneinten. Wir hatten einen eben langen «Schwatz» über dies und das. Dann konnte es losgehen. Etwa die Hälfte der Strecke hatten wir ja gestern auf dem Rückweg von unserer unerwarteten langen Tour schon mal gemacht, sodass wir keine grossen Besonderheiten erwarteten. Nach etwa dreiviertel der Strecke bogen wir von der Hauptstrasse ab an den Paradiese Beach, wo die grössten Wellen Afrikas kommen sollen. Das Wetter hatte es heute nicht so gut gemeint, wie die letzten Tage. Es nieselte einen unglaublich feiner Sprühregen fast die ganze Strecke. Man wurde eigentlich gar nicht richtig nass und ein Anziehen des Regenanzugs war wirklich nie ein Thema. Die Temperaturen bewegten sich nur so um die 20 Grad. Manchmal ein bisschen drüber und dann ein bisschen drunter. Mit dem «Sommerhäss» recht knapp an der Grenze. Melanie hatte noch eine Unterziehjacke an und ich halt nur mein T-Shirt. In Paradiese Beach hatten wir wirklich nur ein kleiner Halt und schauten das Ganze ein wenig an. Es ist ein richtiger Touri-Ort mit viel Surfergeschäften und von aussen gesehen einige coole Bars. Da das Wetter wirklich nicht einladend war, waren nicht nur die Strände leer sondern auch die Aussenplätze der Bars. Gemütlich machten wir dann noch auf den Rest des Weges bis nach Port Elizabeth. Um 17 Uhr checkten wir im Hotel ein und bezogen unser Zimmer im 14 Stock, wo wir eine einzigartige Aussicht auf die ganze Bay von Port Elizabeth runterschauen können. Am Abend sind wir ins Hoteleigene Restaurant und nahmen dort das Buffet für 190 Rand. Das sind ca. 13 Franken. Naja, ich habe schon besseres gesehen und gegessen auch. Zwei Glas Rotwein durften natürlich auch nicht fehlen und zum Abschluss ein Espresso mit einem kleinen alten Rum. Das musste sein. Morgen ziehen wir unseren freien Tag ein und marschieren dann am Strand entlang Richtung Stadt. Ach ja, dass habe ich auch noch zu berichten. Der Wind vom Meer her ist recht stürmisch und ein spazieren mit «blutten» Beinen am Strand ist recht gewöhnungsbedürftig. Der Sand, der vom Wind herumgeweht wird, «pfitzt» recht heftig an den Beinen. Melanie fragte mich, ob denn das wirklich sein müsse. Natürlich nicht, sodass wir dann wieder ins Hotel zurückgingen. Morgen ist Waschtag. Mal schauen ob Google für uns eine Loundry findet. Mehr darüber dann Morgen.

Datum: 17. Februar 2020  Ort: Knysna    Kilometer: 403         Land: Südafrika

 Das mit der kleinen Tour ging heute natürlich wieder in die Hosen. Wir haben wie gestern schon die Distanzen völlig unterschätzt. Auf der Karte hat das wirklich nur als kleine Tour ausgeschaut und doch wurden es wiederum 400 Kilometer. Wir fuhren heute Morgen so gegen 10 Uhr wieder in Richtung über den wunderschönen Pass und wollten anstatt wie gestern als wir von Westen kamen, dann nach Osten fahren. Das Wetter machte uns ein bisschen sorgen, denn es nieselte leicht den Pass hinauf und die Bergspitzen konnte man kaum sehen. Als wir auf der anderen Seite waren, war das Wetter wieder eitler Sonnenschein und sehr angenehme Temperaturen. So um 26 Grad den ganzen Tag rum. Aber auf dieser Ostseite war wirklich nur Pampa. Kaum ein Dörfchen. Nur einzelne Bauernhöfe. Ab und zu ein kleiner Weinberg und dann wieder einige Rinderfarmen. Einmal sind wir an einer Plantage mit Hopfen vorbeigefahren. Später, als wir immer östlicher kamen, befanden wir uns inmitten von Äpfelplantagen. Über zig Kilometer hatte Äpfel. Soweit das Auge reicht. Ab und zu konnte ich auch noch Birnen ausmachen. Wir glaubten uns im Vinschgau aber einfach drei Mal so gross. Später dann ging es wieder über einen Pass an die Küste runter, wo das Wetter wieder erheblich schlechter war. Einige Regenspritzer mussten wir auf unsere Kappe nahmen. Wohlbehalten kamen wir dann nach gut 400 Kilometer wieder in unserem Hotel in Knysna an. So hatten wir unseren «freien» Tag nicht vorgestellt. Wir dachten, dass wir etwa 200 Kilometer machen und dann so um 15 Uhr zurück sind. Das ging halt jetzt in die Hosen und es wurde 18 Uhr. Kaum im Hotel habe ich mich jetzt an den Lapi gesetzt, um endlich den Bericht von gestern und heute zu schreiben. Essen gibt es halt heute etwas später. Morgen geht es nach Port Elisabeth. Mal schauen wies kommt. Bis bald im nächsten Bericht.

Datum: 16. Februar 2020  Ort: Knysna    Kilometer: 443         Land: Südafrika

 
Wir sind heute Morgen gegen 10 Uhr nach dem Frühstück losgefahren. Wir haben einen kleineren Pass ins Visier genommen, welcher dann gehörig in die Hosen ging. Dieser war etwa 50 Kilometer von Mossel Bay entfernt. Wir haben eine kleine Ortschaft auf dem Weg dorthin eingegeben und kamen dann an den besagten Ort. Von da an nur noch Offroad! Scheisse, wir haben auf der Karte nicht gesehen, dass es keine gelbe sondern eine gelbweisse Strasse von da ab war. Die nächsten 74 Kilometer wären dann wirklich nur noch Offroad gewesen. Das tun wir uns nicht an und beschlossen, einen anderen Weg zu nehmen wieder in die Küste runter, was wir dann auch machten. Die ersten 15 Kilometer waren wieder eine tolle geteerte Strasse und plötzlich waren wir halt auch wieder Offroad. Nun gab es nur noch eins, Augen zu und durch. 18 Kilometer war das besagte Stück Strasse und endlich kamen wir wieder auf eine normale Strasse. Wir waren froh dass wir wieder festen Boden unter den Rädern hatten. Das Wetter spielte auch mit und die Temperaturen stiegen gegen 36 Grad. Zum Glück haben wir unsere Sommeranzüge, sodass die Wärme einigermassen erträglich war. Als wir wieder an der Küste waren fuhren wir nach Riverdale und dann ins Landesinnere nach Ladismith. Jetzt wurde es brandheiss. 42,5 Grad gab die Temperaturanzeige zu Ihrem besten. Wir waren mitten in der kleinen Karoo-Wüste. Und nirgends eine Tankstelle wo man sich abkühlen konnte. Zu Trinken hatten wir natürlich auch nichts dabei. Erst in Oudtshoom fanden wir dann einen Imbiss, wo wir uns mit Getränken eindecken konnten. Ich bestellte sofort zwei Cola Zero à 5 dl und Melanie ein Mineralwasser auch à 5 dl. Im nu hatten wir unsere drei Flaschen leer. Aufs WC musste auch keiner. Man schwitzt die Flüssigkeit so oder so sofort wieder raus. Da erübrigt sich die «Seicherei»! Unterwegs sahen wir verschiedene Wildtiere. Unter anderem zwei Elefanten, Antilopen und Affen. Natürlich hat keines der Tiere sich in Pose geworfen, dass davon halt die entsprechenden Fotos fehlen. Strausse haben wir zuhauf gesehen. Zwei waren wilde und die Anderen waren auf verschiedenen Straussenfarmen gehalten. Auf der N9/N12 verliessen wir dann die kleine Karoo-Wüste wieder über einen Pass, der seinesgleichen sucht. Einfach herrlich diese Kurven. Kaum waren wir auf dem Pass oben, war auch wieder die Vegetation da. Alles ist sattgrün bis in die Bergspitzen hinauf. Auf dem Weg vom Pass runter überholte uns ein Auto und winkte zum Fenster hinaus und an einem View-Point, wo wir so oder so halten wollten, stand da das Pärchen vom roten Auto, welches und zugewinkt hatte. Sie kam sofort auf uns zu und fragten, ob wir von Schottland oder Schweden seien. Weder noch, war natürlich unsere Antwort und berichtigten, dass wir von Switzerland kämen. Ja Schweden und Switzerland dass sei ja kein grosser Unterschied, was wir natürlich nicht gelten liessen, das versteht sich ja von selbst. Nun ja, wir schwatzen noch eine kleine Weile und verliessen den View-Point dann wieder bis nach Knysna. Wir waren wirklich ein wenig geschafft und hatten immer noch einen gehörigen Durst. Um 18 Uhr sind wir im Hotel angekommen und dann war nur noch duschen angesagt und jetzt sofort etwas essen gehen. Ich glaube uns hätte man alles hinstellen, es wäre so oder so gut gewesen, denn der Hunger hatte uns fest im Griff. Spass aber beiseite. Dass Essen war wirklich hervorragend. Ich trank natürlich heute keinen Wein sondern jetzt musste es Bier sein. Zwei Grosse waren es und ich hatte immer noch das Gefühl, dass ich Durst habe. Um 21 Uhr war dann Nachtruhe angesagt und auf Berichte schreiben hatte ich einfach keine Lust mehr. Darum schreibe ich das halt jetzt einen Tag danach. Ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe. Morgen bleiben wir noch eine Nacht ich gleichen Hotel und machen von hier aus eine kleine Tour. Alles Weitere dann im nächsten Bericht.

Datum: 15. Februar 2020  Ort: Mossel Bay    Kilometer: 420         Land: Südafrika

 
Was für ein Tag! Wir haben ja schon viel gehört, dass es sehr schön sein soll, aber dies, einfach grandios! Die Garden Route ist wirklich der Hammer. Nun aber erst mal von Anfang an. Heute Morgen war das grosse Packen angesagt. An der Reception haben wir bereits wieder reserviert für den 2. – 5. März. Identisch mit DJ Reservation. Den Koffer mit den nicht gebrauchten Utensilien konnten wir im Hotel deponieren und meine Spritzen werden auch im Kühlschrank verwahrt bis wir wieder zurückkommen. Als wir fertig gepackt hatten gaben wir im GPS erstmal Worcester ein, welcher etwa 100 Kilometer von uns entfernt war. Im nu waren wir aus Kapstadt raus und auf der Bah. Wunderschöne Berge säumte die Strasse und ein sattes Grün umgab uns. Wirklich beeindruckend. Vorbei an Paarl und dann kam ein Tunnel, welcher etwa 6 Kilometer lang war. Melanie hatte natürlich wieder den Fotoapparat vergessen, sodass wir leider vom Anfang an keine Fotos haben. Als wir zu Tunnel rauskamen befanden wir uns inmitten der Weinberge. Wunderschön. Ein Weingut nach dem Anderen und eines grösser als das Andere. Hier soll der meiste Wein angebaut sein von Südafrika. Wir haben schon einige Weine probiert und wirklich alle waren spitzenmässig. Bald schon waren wir in Worcester und machten dort einen Halt. Kaum abgestiegen sprach uns ein Herr an und sagte «die Appenzeller sind halt auch überall», im akzentfreien Schweizerdeutsch. Wir haben natürlich auch geantwortet und einen Spruch parat. Es war eine ganze Familie. Die einen leben schon lange in Südafrika und die Anderen kamen zu Besuch und werden jetzt herumgeführt um das schöne Südafrika zu zeigen. Nach einem kurzen Kaffeehalt ging es dann weiter. Wiederum an den ausserordentlich schönen Bergen und den Traubenkulturen vorbei. Die Strassen könnten nicht besser sein und der Verkehr ist wirklich nur spärlich. Biken so wie man es sich wünscht. Die Temperaturen zwischen 26 und 32 Grad. Melanie sagte heute xmal «ganz verreckt» oder «oh» «ah» usw. Als weiteren GPS-Ort gaben wir Swellendam ein, sodass wir von der Bahn abfuhren und jetzt auf den gelben Strassen unterwegs waren. Auch diese Strassen haben das Prädikat 1A und wirklich fast kein Verkehr. Das Tempolimit ist 120 Stundenkilometer, welches wir meist ausnutzten. In Swellendam gab es dann wieder einen Stopp und bei einer Cola Zero haben wir dann beschlossen, dass wir bis nach Mossel Bay fahren. Auf Booking haben wir bald ein Hotel gefunden und auch sofort reserviert. Etwa 170 Kilometer waren es dann noch. Ohne Halt ging es weiter und gegen 16 Uhr fuhren wir in Mossel Bay ein. Ein kleiner schmucker Ort direkt am indischen Ozean. Nach dem Zimmerbezug gab es zuerst eine Dusche und dann ab mit dem Lapi unter dem Arm auf die Terrassenbar. Wir werden heute Abend hier zu Abend essen. Das Hotel scheint recht gut zu sein und wir freuen uns auf den «Znacht». Morgen fahren wir? - Dass kommt dann heute Abend raus. Der erste Tag war jedenfalls wirklich vom feinsten. Wies dann war, ja das schreib ich dann Morgen.

Datum: 14. Februar 2020  Ort: Kapstadt    Kilometer: 0         Land: Südafrika

 
Heute Morgen sind wir recht früh aufgestanden. Das Wetter hat auch nicht ganz mitgespielt, denn es war bewölkt und ein Sprühregen machte sich breit. Dies war aber nur von kurzer Dauer. Gegen 10 Uhr war schon alles wieder beim Alten. Schön und einfach nur schön mit blauem Himmel. So wie man es mag. Mein rechtes Knie macht mir ein wenig sorgen, denn es ist relativ stark geschwollen und hat Wasser drinnen. Wieso das so ist kann ich auch nicht sagen. Wir sind die letzten zwei Tage recht viel zu Fuss unterwegs gewesen. Wahrscheinlich hat ihm das nicht allzu gut getan. Nach dem Frühstück sind wir nochmals aufs Zimmer und ich habe eine Tablette gegen die Entzündung genommen. Gegen 11 Uhr sind wir dann mit dem Ubertaxi wieder in die Innenstadt von Kapstadt gefahren, direkt zum Office der Hopp ON-OFF Busse. Dort haben wir uns je ein Tagesticket gekauft und sind in den nächsten Bus eingestiegen. Es war recht interessant. Erst führte er uns durch die Innenstadt und mit den Kopfhörern waren die Kommentare natürlich recht aufschlussreich. Anschliessend ging es zur Talstation zum Tafelberg hoch. Wir entschlossen uns, nicht hochzufahren da oben alles im Nebel lag. Wenn man keine Aussicht hat, muss man auch nicht hoch, war unsere Device. Anschliessend ging es wieder hinunter auf die andere Seite des Tafelberges direkt an den wunderschönen Stränden vorbei. Etwa in der Mitte des Rundkurses verliessen wir den Bus und versorgten uns mit Getränke und etwas essbarem im Hard Rock Cafe. Nach einer guten Stunde Aufenthalt bestiegen wir den Bus wieder und machten die andere Hälfte des Rundkurses. Hier kommt der Atlantik und das Indische Meer zusammen. Das Wasser ist sau kalt. Zwischen 10 – 14 Grad. Also nichts zu baden. Doch die Strände sind wunderschön und es hat zahlreiche Touris hier. Als wir wieder in der Innenstadt von Kapstadt ankamen verliessen wir unseren Bus wieder und machten uns auf, um mein Vodacom-Abo aufzufüllen, denn ich hatte keine Daten mehr zur Verfügung von meinen Reserve-Natel. In der Viktoria-Warf fanden wir dann ein Vodacom-Office, wo ich nach der Bezahlung wieder 20 GB aufgeladen bekam. Jetzt ist alles wieder palletti. Nach einem kleinen Umtrunk auf einer kleinen Terrasse nahmen wir wieder ein Taxi zurück zu unserem Hotel. Es war wieder mal ein Riesenverkehr. Nur im Schneck-Tempo gings die gut 20 Kilometer zurück. Nach einer guten Stunden hatten wir das jetzt auch geschafft. Morgen geht es nun wirklich los mit dem Bike. Heute Abend müssen wir noch alles zusammenstellen und neu einpacken. Den Koffer lassen wir hier, denn wir kommen ja am 1. März wieder hierher zurück. DJ kommt dann am 2. März aus Indien. Zusammen werden wir dann die Auslösung des Bikes dann organisieren. Ich hoffe, dass es genau gleich schnell geht wie bei mir. Morgen haben wir George im Visier. Allerdings sind es gut 400 Kilometer und wir haben beschlossen, dass wir kein Hotel zum Voraus reservieren werden und erstmal abwarten wie der Verkehr und alles drum und dran ist. Wir lassen uns überraschen. Alles weitere dann…..

Datum: 11. – 13. Februar 2020  Ort: Kapstadt    Kilometer: 0         Land: Südafrika

Nach drei Tagen ohne Bericht gibt es halt jetzt viel zu schreiben. Na dann, legen wir los! Wir sind um 13.30 Uhr aufs «Zügli» im Weissbad und ohne nennenswerte Unterbrüche gegen 15.30 Uhr in Kloten am Flughafen ausgestiegen. Da wir noch kein Mittagessen gehabt haben, gingen wir nach dem Einchecken direkt ins nächst gelegene Restaurant und holten das Versäumte nach. Anschliessend ging es durch die Security und schon waren wir bereit für den Abflug um 18 Uhr. Erst flogen wir nach Frankfurt und dann bestiegen wir den Condor-Flugi nach Kapstadt. Dieser war proppenvoll. Das seien noch die Auswirkungen wegen des Sturms vom Vortag, wo keine Flüge ab dem Flughafen Frankfurt getätigt wurden. Es war natürlich kein A380 von Airbus und die Ausstattung liess wahrlich etwas zu wünschen übrig. Auf dem Entertainment-Bildschirm hatte man nur vier Filme zur Auswahl. Wenn man andere Filme wollte musste man 9 Euro bezahlen. Die Kopfhörer schlugen mit 3.50 Euro zu buche. Das Essen war ok. Wie immer nach dem Essen genehmigte ich mir mein «Schlafpülverli» und so vergingen die ersten drei Stunden problemlos. Nach dem zweiten «Pülverli» waren es dann schon 6 Stunden, sodass ich genau auf das Frühstück erwachte. Einfach Grandios. Nicht tut einem weh vom vielen Sitzen und die Zeit verging einfach im «Schlafe». Herrlich. Pünktlich sind wir dann in Kapstadt gelandet.  Nach der Immigration setzten wir uns in ein Taxi und fuhren zum 7 Kilometer Luftlinie entfernten vorbestellten Hotel. Nach 10 Minütiger Wartezeit bis das Hotelzimmer fertig hergerichtet war, bezogen wir das  Zimmer. Nach dem Auspacken, wir hatten ja nicht viel, telefonierte ich dem Broker, welcher mein Bike durch den Zoll schleusen musste. Er sagte mir, dass ich Ihm heute um 8.30 Uhr anrufen soll, dann könne er mir mehr sagen. Nun gut, der Tag war jetzt eigentlich gelaufen. Was jetzt, war nun die Frage. Wir gehen an die Waterfront. Dort soll es sehr schön sein. Gesagt getan. An der Reception stellten wir ein Ubertaxi, welches uns auf direktem Wege an die Waterfront führte. Wir mussten etwa 18 Kilometer fahren. Als wir dort ankamen, sahen wir einen Haufen Touris welche sich durch die Piers hindurchschlängelten. Hier eine Mal und dort wieder richtig schöne Restaurants. Wirklich sympathisch und alles sehr sauber und aufgeräumt. Nach etwa zwei Stunden hatten wir genug und setzten uns in ein Restaurant mit Terrasse. Übrigens das Wetter ist traumhaft. Etwa 26 – 28 Grad und eitler Sonnenschein. Was will man mehr. Wir bestellten uns zwei Bier und eine Portion Calamari, welche sehr lecker waren. Anschliessend gingen wir wieder zu Fuss auf und ab, wo uns unsere Füsse auch hintrugen. Gegen 18.30 Uhr hatten wir nun wirklich genug und bezogen darum einen Platz in einem Steakhouse direkt am Pier. Melanie nahm sich ein kleines Filet und ich ein kleines Shirlon. Beides war ausgezeichnet. Genau auf den Punkt gegart und die Beilagen waren ebenfalls sehr gut. Ein Expresso rundete dann unser Abendessen ab. Inzwischen war es 20 Uhr geworden und es war langsam Zeit, dass wir wieder zum Hotel fuhren. Mit einem offiziellen Taxi fuhren wir wieder ins Hotel zurück. Gegenüber dem Ubertaxi war dieses Taxi einfach doppelt so teuer. Um 21 Uhr war dann Bettruhe angesagt. Auf 7.30 Uhr hatte ich den Wecker heute gestellt, sodass ich nicht mein Anruf um 8.30 Uhr verpasse. Nach dem Frühstück rief ich den Broker an und während dem telefonieren kam schon ein Mail von Ihm an, dass ich ins Broker-Büro kommen soll. Diese war in einem anderen Bezirk von Kapstadt. Wir nahmen wiederum ein Ubertaxi, welches uns bis an die besagte Strasse brachte. Er hat unterwegs gesagt, dass er die Strassennummer nicht eingeben konnte, aber die Adresse müsse unweit von Ausstiegsort sein. Nach mehrmaligem Durchfragen haben wir dann das Büro gefunden. Der Herr, welcher uns betreut kam schnell auf uns zu und sagte uns, dass alles gut gelaufen sei und er uns das Carnet aushändigen kann. Ein Fahrer vom Brokerhouse würde uns nun an den Cargo-Flughafen zu unserem Bike fahren. Wir waren kaum 10 Minuten bei diesem Broker und schon ging es los mit dem Fahrer. Nach etwa 20 Minuten waren wir auf dem Gelände und schups standen wir vor dem Lagerhaus. Da kann man einfach nur sagen «effizient». Bravo. Schneller geht einfach nicht. Die Kiste war im nu geöffnet und abgebaut und schon stand mein «Baby» da. Nach dem montieren der Seitenspiegel und der Frontscheibe hängte ich noch die Batterie an und ein Click und das «Baby» lief. Jetzt war nur noch aufsitzen angesagt und mit dem GPS zurück ins Hotel. Das Ganze ging etwa eine Stunde. Mir läuft das Schaudern den Rücken hinunter, wenn ich an Indien denke. Da hat das ganze Prozedere genau eine Woche gedauert. Man glaubt es kaum, aber es ist einfach war und nichts als war. Das Bike konnten wir auf den bewachten Hoteleigenen Parkplatz stellen. Sämtliches Gepäck haben wir jetzt ins Zimmer verstaut, denn wir müssen noch für die erste Fahrt dann neu einräumen, damit alles am richtigen Ort ist. Natürlich montierten wir jetzt erstmals die kurzen Hosen und nahmen uns auch ein frisches T-Shirt. Selbstverständlich wurden auch die Adiletten montiert, damit auch alles passt. Haha. Einige werden jetzt sicher schmunzeln. Sollen sie halt. Was werden wir den heute noch machen, war jetzt die Frage. Wir hatten natürlich niemals damit gerechnet, dass das Auslösen des Bikes nur eine Stunde dauert. Nach kurzem überlegen sagten wir uns, dass wir wiederum an die Waterfront fahren und noch einige andere Orte besuchen werden. Wieder ging es mit dem Ubertaxi an den besagten Ort. Wir haben nun geplant, dass wir morgen den roten Hopp-ON-OFF-Bus nehmen werden und uns Kapstadt aus dieser Perspektive anschauen werden. Dazu gehört natürlich dann der Tafelberg dazu. In einem Bierrestaurant am Pier genehmigten wir uns noch eine Portion Pouletflügeli und einen Cesars-Salat. Beides war wiederum ausgezeichnet. Um 17 Uhr hatten wir wirklich von der Waterfront genug und fuhren mit einem offiziellen Taxi zurück ins Hotel. Dieses Mal hat es vier Mal soviel gekostet, wie ein Ubertaxi. Man kann es kaum glauben. Aber eben, nur zahlen hilft. Wir hätten ja vor der Abfahrt fragen können, wie teuer das es sei. Aus Fehler lernt man immer wieder dazu! Heute werden wir im angrenzenden Restaurant vom Hotel noch etwas kleines essen. Mal schauen wie es dann ist aber darüber berichte ich dann Morgen.

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